Anscharpark

Große Pläne für das Areal im Anscharprk! In der Wik soll ein Werk- und Gewerbezentrum für Handwerk und Design entstehen.

Unter dem Motto: „Städte schaffen Raum für kreative Köpfe und Unternehmen“ haben in den vergangenen Jahren viele Städte Europas Orte für die sogenannte Kreativwirtschaft geschaffen. Diese Entwicklung liegt im Trend und wird in vielen Fällen mit Finanzmitteln der Länder und der europäischen Kommission gefördert. In Kiel soll der Anscharpark Raum für derartige Impulse werden. Ais Sicht der Neuen Arbeit-Neuen Kultur müssen dafür alte Strukturen aufgebrochen werden, um Platz für ein offenes Gemeinwesen zu schaffen, das neue Formen des Miteinander-Wirkens und des kreativen Arbeitens fördert.

Der Verein „Neue Arbeit-Neue Kultur Kiel e.V.“ setzt dabei auf informelle Bildungsstrukturen und Lernprozesse sowie die Förderung intuitiver Kreativ- und Selbstbestimmungspotenziale in jedem Menschen – unabhängig von seinem sozialen Status und seiner normierten Leistungsfähigkeit im System konventioneller Marktwirtschaft. Das wichtigste Ziel des Vereins Neue Arbeit-Neue Kultur Kiel ist es, sozial und wirtschaftlich benachteiligten Menschen eine Möglichkeit zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu schaffen.

Letztendlich geht es um ein anderes, neues Wirtschaften – eine neue Kultur der Arbeit, des Produzierens, des Konsumierens. Hier hilft nur eine Abkehr von der Praxis des unbegrenzten quantitativen Wachstums in einem quasi geschlossenen Ökosystem Erde, mit begrenzter Verfügbarkeit an natürlichen Ressourcen und limitierter Pufferfähigkeit (Reparaturfähigkeit) zur Kompensation menschlicher Eingriffe in natürliche Systemkreislaufe und Wirkungsgefüge.

Das trifft sowohl auf das globale Ökosystem zu, als auch auf regionale und lokale Subsysteme zu. Da Kreativität und Innovationen aber letztendlich vor Ort realisiert werden, kommt ihnen als „Praxisebene“ eine besondere Bedeutung zu. Selbst in unserem Zeitalter der Globalisierung, der globalen (großen) Transformation, der digitalen Revolution, des Internets der Dinge und der Industrie 4.0. Damit sind gewaltige Herausforderungen an die lokalen und regionalen Akteure verknüpft, wenn sie die damit verbundenen Chancen für eine nachhaltige/zukunftsfähige Entwicklung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Strukturen nutzen wollen.

Um hier aus den ausgetretenen Pfaden der Aktien- und Finanzmarkt getriebenen Mainstream-Ökonomie und populistischen Lobby-Politik auszuscheren, braucht es eine Wirtschaft, die zum Mitdenken einlädt. Sie erfordert eine neue Kultur des Arbeitens, Produzierens und Konsumierens, die sich an der Realität sozialer und ökologischer Frage- und Problemstellungen orientiert. Gebraucht wird Meinungsvielfalt statt Marktgläubigkeit, Teilhabe statt Ausgrenzung, offener Gemeinschaftssinn statt abgrenzender Egoismen.

Der Verein Neue Arbeit-Neue Kultur Kiel e.V. (NANK) setzt hier mit seinen Diskursen und Konzepten an. Mit seinem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt zur Entwicklung von Zentren für Neue Arbeit und Neue Kultur, möchte er ein möglichst breites gesellschaftliches Spektrum an Akteuren zusammenführen. Dafür müssen die existierenden gesellschaftlichen und institutionellen Barrieren in den Bereichen Lernen und Qualifizieren, Entwickeln und Gestalten, Arbeiten und Produzieren überwunden werden. Die Verknüpfung der Arbeitsbereiche Handwerk, Design und Kreativwirtschaft im Anscharpark sowie Vielfalt und Renommee der Trägerorganisationen, bilden dafür eine ausgezeichnete Ausgangslage. In einer „We(i)rkstatt Neue Arbeit und Kultur“, kann an konkreten Produkten der individuelle und gesellschaftliche Mehrwert des Ansatzes für die Kommune und Region praktisch gelebt und sichtbar gemacht werden.

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