Konzept

 

Über die Neue Arbeit - Arbeit, die man wirklich, wirklich will

 

Gibt es eine Arbeit, die ich wirklich und aus voller Überzeugung tun will? Gibt es eine Arbeit, durch die ich neue Impulse erhalte und durch die Gemeinwohl erzeugt wird? Gibt es eine Arbeit, durch die ich mein Lebensumfeld (Community) unterstützen und weiterentwickeln kann?

Unser Ziel ist eine Abwendung von der klassischen Lohnarbeit und eine Hinwendung zu dem, was wir als "Neue Arbeit" verstehen.

Das Konzept der Neuen Arbeit stützt sich auf die Studien des Sozialphilosophen Frithjof Bergmann, der unter anderem an den Universitäten in Stanford, Chicago, Berkley und Michigan gelehrt hat. Er entwickelte das Konzept der "New Work" als Antwort auf die sich ausbreitende Massenarbeitslosigkeit in alten Industriezentren. Das erste Zentrum der neuen Arbeit gründete er 1984 in der (ehemaligen) Automobilstadt Flint in Michigan. Später kamen verschiedene weitere Zentren in den USA, Europa und Asien hinzu.

Bergmann ist aktuell als Berater von Regierungen, Großkonzernen und wissenschaftlichen Einrichtungen tätig.

Zentraler Begriff im Konzept der Neuen Arbeit ist die Freiheit. Freiheit wird dabei als Handlungsfreiheit, also die Möglichkeit etwas wirklich wichtiges zu tun, verstanden.
Das Konzept der Neuen Arbeit bietet hier die Freiräume für Kreativität und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

Grundsätzlich besteht die Neue Arbeit besteht aus drei Teilen:

  • 1/4 Erwerbsarbeit
  • 1/4 New-Work-Enterprises (Selbstversorgung) und smart consumption (nachhaltiges Konsumieren)
  • 1/2 Arbeit, die man wirklich, wirklich will

Die folgende Grafik illustiert die Idee der neuen Arbeit. Sie wurde uns freundlicherweise von Prof. Bergmann zur Verfügung gestellt.

 

Aufgrund von Industrialisierungs- und Automatisierungsprozessen in sämtlichen Wirtschaftsbereichen hat sich das Gesamtvolumen der existierenden Erwerbsabeit so sehr verknappt, dass nicht mehr ausreichend Erwerbsarbeit vorhanden ist, um allen Menschen mit diesem Gut zu versorgen. Es ist daher notwendig, den Mangel an Erwerbsarbeit mit anderen existenzsichernden Konzepten aufzufüllen.

 

Gemeinschaftsproduktion, als Art der Selbstversorgung unter der Verwendung aller zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten, steht im Mittelpunkt der Neuen Arbeit, weil nur so die Bedürfnisse der Menschen effizient befriedigt werden können. Nachhaltigkeit wird dabei als die entscheidende sozial-ökologische Handlungsmaxime gesehen.


Der wichtigste Teil der Neuen Arbeit ist jedoch die Arbeit, die man wirklich, wirklich will. Es ist die Arbeit, die über die Erwerbsarbeit und die Arbeit zur Selbstversorgung hinaus geht. Die Reflexion der eigenen Wünsche, Hoffnungen, Träume und Begabungen dient als Antrieb der Neuen Arbeit.


Diese Umorientierung verläuft evolutionär. Als Unterstützung für die Menschen, die die Neue Arbeit kennenlernen wollen, werden schon seit den 1980er Jahren so genannte "NA-NK-Zentren“ weiterentwickelt, in denen durch Gespräche, Workshops und Arbeit an konkreten Projekten die Neue Arbeit als Alternativkonzept zum klassischen Lohnarbeitsmodell realisiert wird.

 

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